Samstag, 15. Februar 2020

Die Spiegelreisenden; Die Verlobten des Winters

Hey Bücherträumer!

Ich habe Ophelia auf ihrer Reise zur Himmelburg begleiten dürfen und ich was von ihrem Abenteuer so geflasht, deshalb möchte ich es euch hier vorstellen, damit ihr auch Ophelia kennenlernen könnt.
Viel Spaß beim Lesen!
Eva



Cover: [c] Insel-Verlag || Bild: [c] Ich


Autorin: Christelle Dabos

Übersetzterin: Amelie Thoma

Verlag: Insel-Verlag

Preis: [Gebunden]: 18,00 EUR [DE]

Genre: Fantasy in der Zukunft

Seitenanzahl: 535

ISBN: 978-3-458-17792-0 




Der Klappentext:

Am liebsten versteckt sie sich hinter ihrer dicken Brille und einem Schal, der ihr bis zu den Füßen reicht. Dabei ist Ophelia eine ganz besondere junge Frau: Sie kann Gegenstände lesen und durch Spiegel reisen. Auf der Arche Anima lebt sie inmitten ihrer riesigen Familie und kümmert sich hingebungsvoll um das Erbe der Ahnen. Bis ihr eines Tages Unheilvolles verkündet wird: Ophelia soll auf die eisige Arche des Pols ziehen und einen Adligen namens Thorn heiraten. Was hat es mit der Verlobung auf sich? Wer ist der Mann, dem sie von nun an folgen soll? Und warum wurde ausgerechnet sie, das zurückhaltende Mädchen mit der leisen Stimme, auserkoren? Ophelia ahnt nicht, welche tödlichen Intrigen sie auf ihrer Reise erwarten, und macht sich auf den Weg in ihr neues, blitzgefährliches Zuhause.


Quelle: Insel Verlag


Das Cover:

Ich hab dieses Buch in der Buchhandlung gesehen und es hat mich sofort angesprochen. Das sanfte Blau als Grundfarbe und dann diese schwebende Burg auf dem Cover mit den Türmchen und den Verzierungen. In Kombination mit dem Titel und dem Buchrücken war schnell klar: Ich muss dieses Buch lesen. Ich finde das Cover erfüllt den Zweck sehr gut und es sieht wirklich hübsch aus.

Die Charaktere:

Die Figuren in der Geschichte sind der Grund warum das Buch so hervorragen ist, aber dazu später mehr.

Als erstes begegnet uns gleich Ophelia. Schnell wird klar, dass sie von außen betrachten eine unscheinbare und nicht anmutige junge Frau ist. Sie hat wirre dichte Locken, eine große Brille, ist tollpatschig und eher ein ruhiger Mensch, der aber immer ihre eigenen Meinungen hat. Sie liebt ihre Familie und ihre Heimat, die Arche Anima.
Und wenn man sie näher kennenlernt ist sie das Gegenteil von langweilig, denn die besitzt zwei Gaben: Sie kann einmal durch Spiegel reisen - aber nur auf kürzeren Distanzen. Die zweite ist, dass sie mit ihren Händen die Geschichte von Gegenständen lesen kann. Das macht sie automatisch sobald sie etwas berührt und um das zu vermeiden trägt sie immer ihre Leserinnenhandschuhe.
Wenn man sie außerdem im Laufe der Geschichte verfolgt merkt man auch schnell eine weitere Eigenschaft: Ophelia ist mutiger und tapferer als so manch anderer und sie lässt sich auch nicht so leicht etwas sagen.
Ich habe Ophelia so ins Herz geschlossen und ich liebe diesen Charakter. Ich mag ihre authentische, sympathische und individuelle Art. Sie zeigt dass sie nicht schwach ist aber dass sie menschlich ist und auch Fehler macht und ausversehen Tee verschüttet oder mehrmals über ihre eigenen Füße stoplpert.

Der nächste wichtige Charakter ist Thorn. Er ist der Zwangsverlobte von Ophelia und wohnt auf der Himmelsburg der Arche des Pols - im kalten Norden. Und genauso zeigt er auch seinen Charakter - kalt. Sein auftreten wirkt immer herzlos, kalt, unbamherzig, nicht einfühlsam und er zeigt nie seine Gefühle - er schaut immer grimmig, ernst und seine Augen wirken wie Messer.
Er ist außerdem selten zu Hause weil er als Intendant der Arche einen hohen Posten hat und deshalb so gut wie nie Freizeit.
Ein weiteres Kennzeichen von ihm ist seine Taschenuhr. Immer wenn er sich mit Ophelia unterhält schaut er ständig auf die kleine goldene Uhr und lässt sie auf und zu schnippen.
In seiner Heimat ist er unbeliebt, wird von den anderen verspottet und als "Bastard" beschimpft. Nach ein paar hundert Seiten bekam ich für Thorn eine gewisse Zuneigung. Irgendwie hat dieser dunkle und düstere Charakter an sich, dass ihn interessant und neugierig macht.

[c] Insel-Verlag || Link


Generell sind die Charaktere ziemlich spannend und vielfältig in dem Buch. Am Ende der Rezension findet ihr noch ein Lesezeichen das im Buch war mit allen weiteren Charakteren.

Die Handlung

Die Erde wie wir die heute kennen, die "alte Welt", wurde durch Gott in 21 Archen gespalten die wie Inseln in der Luft schweben.


"Am Anfang waren wir eins. Aber Gott befand, dass wir ihm nicht genügten, also machte Er sich daran, uns zu trennen […] Und eines Tages, als er sehr verstimmt war, beging Er eine ungeheure Torheit. Gott brach die Welt in Stücke."
 Die Verlobten des Winters, Christelle Dabos, Seite 5

Auf jeder Arche haben die Menschen bestimmte Fähigkeiten. So können die meisten Menschen auf der Arche Anima Gegenstände ergründen und personifizieren sodass diese wie lebendige, kleine Wesen wirken.
Auf dieser Arche wächst Ophelia auf und sie lebt dort glücklich und eigenständig. Als dann aber die Nachricht kommt, dass sie Verlobt ist und von nun an auf der Arche des Pols wohnen muss, bricht für sie ihre Welt zusammen und die muss von nun an stark sein, denn am Pol lauert eine Gefahr hinter der anderen.

Meine Meinung

Mich hat das Buch sofort angesprochen und ich musste es unbedingt lesen. Gesagt getan. Nur ließ es mich ab da nicht mehr los. Selbst wenn ich nicht las musste schwirrte mir ständig Ophelia und Thorn im Kopf herum die überhaupt nicht zusammen passen, aber trotzdem absolut interessant sind.
Jede einzelne Figur hat einen starken Charakter und alle Eigenschaften der Figuren sind so ausgefeilt und auf den Punkt gebracht. Keine Person wirkt wie nullachtfünfzehn ins Buch geworfen und alleine gelassen. Alle haben ihre speziellen Eigenschaften, Fähigkeiten und Macken. Noch dazu sind die Figuren so glaubwürdig und authentisch gezeichnet, wie ich es schon lange nicht mehr in einem Buch hatte.
Was mir auch gut gefällt ist, dass die Figuren alle nicht unbedingt geläufige Namen tragen. Ich weiß nicht ob die Namen in Frankreich weit verbreitet sind, aber in Deutschland sind diese, soweit ich es weiß, eher weniger häufig. Zumindest ist mir noch nie eine "Berenilde", "Gwenael", oder "Kundigunde" begegnet. Aber auch das finde ich ist eine Eigenart und ein Merkmal des Buches.

Nicht nur die Menchen bekommen spezielle Eigenschaften. Dadurch, dass Ophelia Animistin ist bekommen auch Gegenstände skurille Charakterzüge. So zum Beispiel der Schal von Ophelia, der ihr ständiger Beleiter ist und somit hat Ophelia ihn auch zum Leben erweckt. Der Schal schmiegt sich um die Protagonistin wie eine Schlange und hat dabei einen ganz eigenen Kopf. Wenn er gestreichelt werden möchte nervt er dein Besitzerin solange bis sie nach geben muss.
Solche Kleinigkeiten machen das Buch zauberhaft.

Weiterhin hat mit der Schreibstil auch sehr gut gefallen. Er erzählt schön flüssig und leicht zu lesen und dennoch anschaulich, mit einem großen Wortschatz und märchenhaft. Außerdem ist er so ruhig gehalten. Die Eindrücke, Szenerien und Handlungsabläufe sind so gut geschildert, dass ich mir alles zu 100% vorstellen konnte.
Die Seiten sind so schnell ausgelesen, ich hatte erst ein wenig Respekt vor den vielen Seiten weil ich sonst meist Bücher mit 300 Seiten lese und lange nicht mehr ein so "dickes" Buch in der Hand hatte, allerdings sind 100 Seiten so leicht gelesen, dass man das Buch locker in einer Woche schafft.

In dem Magazin "Elle" wird auf dem Buchrücken ein Vergleich zu Harry Potter gezogen ich jedoch muss an der Stelle sagen: Ja, ein bisschen. Aber eigentlich nicht.
Ja, es ist eine ganz neue Welt, welche der Leser entdeckt und ja ich glaube auch daran, dass dieses Buch in Zukunft viele junge Leser begeistern wird.
Aber ich finde die Geschichte ist was ganz was eigenes. Nirgendwo habe ich etwas ähnliches gelesen und nirgendwo habe ich einen solchen Schreibstil gelesen, solche echte Charaktere gehabt.
Ich persönlich denke dieses Buch ist ein Unikat und somit unvergleichlich.

Fazit:

Also ich glaube es wird in der Rezension ziemlich deutlich: Ich liebe den Auftakt der Spiegelsaga-Reihe und würde mir wünschen dass die Reihe niemals endet. Ich könnte Ophelia immer begleiten auch wenn sie etwas belangloses tut...sie hat einfach Charme.
Ich finde dieses Buch ist ein absolutes Lese-Muss für jeden Buchliebhaber!




https://www.diespiegelreisende.de/news/die-figuren-der-saga/



[c] Insel-Verlag || Bild [c] Ich



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